Notstromversorgung für das GH
Notstromversorgung für das GH
Feuerwehrgerätehaus für Notstrombetrieb gerüstet

Viele erinnern sich bestimmt noch an die Schneekatastrophe im Münsterland im November 2005. Über 40 Strommasten knickten unter der hohen Schnee- und Eislast um. Am schwersten hatte es die Stadt Ochtrup getroffen. Rund 20.000 Einwohner waren ohne Strom. Bis auch der letzte Einwohner wieder mit Strom versorgt wurde, dauerte es fünf Tage.
Sowohl der Krisenstab, als auch die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen konnten zunächst nur sehr eingeschränkt Hilfs- und Koordinationsmaßnahmen einleiten, da durch den Stromausfall die Kommunikationsmöglichkeiten unterbrochen waren. Infolge des Stromausfalls funktionierten die Telefone nicht und das Handynetz war total überlastet.
Das Feuerwehrgerätehaus als Kommunikations- und Organisationszentrale musste daher zunächst mit Strom versorgt werden. Dadurch ist kostbare Zeit verstrichen, die für die Einleitung erster Koordinierungsmaßnahmen äußerst wichtig ist. Vor allem hat in solchen Situationen der Informationsaustausch oberste Priorität.
Das Sturmtief Kyrill Anfang des Jahres hat gezeigt, dass ein solches Szenario auch für unser Stadtgebiet nicht ausgeschlossen werden kann.
Um für einen solchen Fall besser gerüstet zu sein, wurde kürzlich das Feuerwehrgerätehaus in Bad Münstereifel, von wo aus bei größeren Schadenslagen die Einsätze der Feuerwehr im Stadtgebiet koordiniert werden, elektrotechnisch derart umgerüstet, dass bei einem Stromausfall die Elektroanlage mit Notstrom versorgt werden kann. Hierzu wurde ein mobiles Notstromaggregat angeschafft. Bei einem Stromausfall kann nun in sekundenschnelle auf Notstrom umgeschaltet werden.
Der finanzielle Aufwand betrug rund 6.000 Euro und dient unmittelbar der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, da nun auch bei Stromausfällen die Einätze der Feuerwehr weiterhin von dort koordiniert werden können.
Als nächster Schritt ist geplant, die Heinz – Gerlach – Halle mit einem Notstromanschluss zu versehen, um bei einem Großschadensereignis dort eine größere Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern betreuen und versorgen zu können.


